Bei Glasfaseranschlüssen über FTTB endet die Glasfaser im Keller oder Hausanschlussraum des Gebäudes mit dem sogenannten Optical Network Termination (ONT, auf Deutsch: Optischer Netzwerkabschluss). Häufig bezeichnet man diesen ONT auch als Glasfasermodem.
Der ONT besitzt je nach Modell einen Glasfaserausgang oder einen sogenannten WAN-Port im RJ45-Format oder beides. Um die Internet-Verbindung über Ihr vorhandenes Telefonnetz weiterzuleiten, gibt es nun verschiedene Wege. Welcher davon möglich ist, hängt von der Art Ihrer vorhandenen Telefonverkabelung ab.
Beste Variante: Achtadrige Sternverkabelung
Vom Keller aus führen getrennte, achtadrige Telefonleitungen zu allen Büroräumen, die Sie mit Internet versorgen möchten. Man spricht auch von einer Sternverkabelung, da alle Anschlüsse sozusagen sternförmig in den Keller führen. Dies ist die günstige Ausbauform für das Internet über die Telefondose. Dann haben Sie folgende Möglichkeiten:
Komplette Ethernet-Umstellung
Sie verbinden den ONT per Glasfaserkabel mit einem Router mit Glasfasereingang, beispielsweise eine FRITZ!Box 7630. Alternativ können Sie einen Router ohne Glasfaser-Anschluss mit dem WAN-Port des ONT verbinden, sofern ein solcher Port vorhanden ist. Auf diesem Router richten Sie ein LAN (Local Area Network) ein.
Die Telefondosen im Keller und in den Büroräumen ersetzen Sie durch Ethernet-Dosen nach Ethernet-Standard Cat5/5e.
Anschließend verbinden Sie die Ethernet-Anschlüsse des Routers über die so geschaffenen Ethernet-Verbindungen mit den Telefonleitungen zu den einzelnen Büros.
Die erreichbare Internet-Bandbreite hängt von der Qualität der Verkabelung und deren Abschirmung ab. Auch die Länge der Verkabelung spielt eine Rolle. Mehr als 100 Meter Kabellänge bis zum nächsten Verteilerpunkt sind technisch nicht vorgesehen. Im günstigsten Fall sind Bandbreiten von bis zu 1.000 Mbit/s an den einzelnen Anschlüssen erreichbar.
Versorgung über Router
Sie bauen nur eine Telefonleitung auf Ethernet um und verbinden diese mit dem WAN-Anschluss des Routers.
Im entsprechenden Büro stellen Sie einen Router auf, den Sie per WAN an die umgebaute Telefondose anschließen.
Von dort verteilen Sie das Internet-Signal über Ethernet oder WLAN in die anderen Büroräume.
Die maximale Bandbreite für ein solches WAN liegt bei 1.000 Mbit/s zwischen ONT und Router. Diese Bandbreite teilt sich dann über den Router auf alle Nutzer:innen auf.